Angeln und Spass

Karpfenangeln Karpfenköder & Fangberichte Brandenburg Schwante

Der erste Karpfentrip im April in Schwante Oberkrämer

Das Wetter lässt es das erste Mal zu das ich einen längeren Trip am Karpfensee in Schwante verbringen will. Einige Tage vorher hatte ich mir schon meine Partikel zum Anfüttern vorbereitet. So früh im Jahr, setze ich auf „Hart Mais“, den ich erst 20 Stunden in warmes Wasser eingelegt und anschließend gekocht habe.

Verfeinert wird das Ganze mit Zucker, Vanille, einen Esslöffel Salz und einen Hauch von Knoblauch.  Später vor Ort kommen noch fruchtige, leckere und gewürfelte, alte Boilies, sowie Hafer und geriebene Semmeln hinzu. Nicht zu vergessen sind die etwa 30 Gramm gekochten Hanfkörner.

Da ich Plane mit Tigernüssen auf Karpfen zu Angeln, feuere ich noch etwa 100 Gramm, von diesen hinzu. Kurz daran gerochen, muss ich feststellen, dass die Mischung aber sowas von Lecker riecht, das mir glatt der Gedanke kommt mir eine Suppe von zu machen.

Angeln und Spass bedeutet auch vorab viel Arbeit. Am See angekommen muss ich mein Camp aufbauen, der Angelkahn muss zum Anfüttern bereit gemacht werden. Also, kurz gesagt ich brauch gute 2 Stunden und 5 Minuten um mit dem Karpfenangeln zu beginnen. Bevor ich aber anfange zu Fischen, treffe ich noch einige alte Freunde vom Vorjahr wieder.

Hannibal der Haubentaucher und Gert und Isabela, die Blässhühner, sowie Helmut der Erpel. Alle begrüßen mich voller Freude mit einem wahnsinnigen gegackerte.  Nur eine nicht, die wild gewordene, abartige „ Zombiebraut Else“. Wie ein Düsenjet will sie sich auf mich stürzen.

Halt sage ich, wenn Du jetzt zustichst knall ich dir eine. Und „Mücke Else“ gibt nach und düst davon. Nicht ohne mir mitzuteilen, das sie später noch mal mit ihrer Familie wiederkommen würde. Einige Zeit später sind die Angeln so platziert und das Anfüttern vollbracht wie ich es mir vorgestellt habe. Jetzt kann ich zum gemütlichen Teil des Angelns übergehen, leider nicht ohne feststellen zu müssen, dass sich Else die Mücke heimlich an mich angeschlichen hat, um mir zwischen den rechten Ohr eine zu verpassen.

Fakten: Temperatur: 14 Grad – Wassertemperatur: 9 Grad – Wind Südost – Südwest bei 2 – Bedeckter Himmel und Gleichbleibender Luftdruck, laut meiner Handy App.

Vorerst passiert absolut nichts, außer das Karl vorbeischaut, ohne ein Wort zu sagen. Karl kenne ich schon relativ lange, da war er noch ganz klein, aber jetzt ist er zu einer stattlichen, immer gut gepflegten Ratte herangewachsen. Beim Vorbeilaufen zwinkert er mir zu,  um dann auf leisen Sohlen zu verschwinden.

1Uhr30 – Mein Fernpieper jodelt wie ein Signalhorn. Ich stürze aus dem Zelt und habe den ersten Karpfen am Band,. Allerdings nur 41, 4 Sekunden, dann steigt er aus. Jut denke icke, so kann dit weiterjehn. Ich spucke in „Richtung Wasser“ und höre ein gewaltiges platschen. Wow, meine Spucke ist während des Fluges zum Eiszapfen geworden, so kalt ist es in dieser Nacht. Leider habe ich in den nächsten Stunden absolute Ruhe. Auch in der Nacht zum Samstag passiert nichts was erwähnenswert wäre.

Fakten: Temperatur in der Nacht 0 – 4 Grad – Wassertemperatur: bliebt bei 9 Grad – Leichter bis gar kein Wind Süd bis Südwest, keine Welle auf dem See und klarer Himmel, leicht steigender Luftdruck.

Es ist Samstagnachmittag 16 Uhr, die Sonne brennt, der Sturm heult, das Haar sitzt, ich liege in meiner Koje, da schreit mich mein Pieper an, komm du fauler Sack. Ich stürme aus dem Zelt, stürze über Karl die Ratte, erschlage dabei Else die Mücke, spreche ihrer Familie mein Beileid aus, entschuldige mich beim deutschen Artenschutz und erreiche endlich meine Angel und der erste richtige Karpfen Drill in diesem Jahr beginnt. Insgesamt gelingt es mir an diesem Nachmittag 3. Karpfen zu fangen, mit einem Gewicht von rund 24 Kilo.

Am Abend beende ich das erste Karpfenfischen aufgrund einer schweren Sturmwarnung.

Fakten: Temperatur: 18 – 20 Grad – Wassertemperatur: 12 Grad – Starker Wind aus Südwest, leicht bewölkt und steigender Luftdruck. Köder beim gesamten Trip war die Tigernuss. Angefüttert wurde sehr wenig, aber Punktgenau mit den schon am Anfang beschriebenen Partikeln.

IMG_2538 Karpfenangeln Schwante 3 Karpfenangeln Schwante

 

 

 

 

 

 

Petri

4 Comments

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  1. Toller Fisch
    Glückwunsch

  2. Jast du richtig gut geschrieben! Es hat mir sehr viel Spaß hemacht deine kleine aber feine Geschichte zu lesen und dann dazu nich der krönende Abschluß, phänomenal! Bitte mach weiter so.

  3. Hi und Petri,
    Das ist das beste was ich in letztet Zeit über das Angeln gelesen habe. Das Fischen ist eben nie langweilig. Die Storie ist voller Herzblut und Leidenschaft fürs Karpfenangeln geschrieben. etwas Satire mit Fakten – Top und Danke! Petri und Danke – Karp Zoro

  4. Seb und Karin

    Am Mühlensee im schönen Schwante, sind unglaublich viele Fische eingegangen. Wir waren da zum Spazieren und haben das Drama gesehen.

    Ein weiteres Problem ist, das alles verdreckt ist, eine Schande ist das, dazu kommt das sich die Damen und Herren die für den Dreck verantwortlich sind, nichts sagen lassen wollen.

    Und sie wollen oder können die deutsche Sprache nicht verstehen. Dann habe ich beobachtet wie die Fischereiaufsicht kam – aber nur die deutschsprachigen Angler kontrolliert hat. Warum ist das so bei euch ? Warum werden diese Damen und Herren nicht kontrolliert ?

    Gruß

    Sebastian und Karin aus Berlin

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