Angeln und Spass

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Karpfen im Oktober und eine außergewöhnliche Angeltour

Karpfen im Oktober Frank Big Game. Angeln und SpassKarpfen Angeln in Brandenburg: Wie jedes Jahr bin ich mit meinem „Angelkumpel Detta“ zu einem unserer Lieblingsseen gefahren, um unserem Hobby zu Frönen und vom entsetzlichen Arbeitstag mal abschalten zu können.

Da unsere Angelplätze sehr begehrt waren, ist Detta schon einen Tag vorher raus gefahren, um uns unsere Lieblingsstelle zu sichern. Ich bin dann nächsten Morgen gegen 06.00 Uhr nachgekommen. Als ich ankam war es nicht nur dunkel sondern auch noch schweinekalt. Wir warteten bis zum Morgengrauen um unser Angelcamp vernünftig her zurichten. Jeder von uns hatte ein Zelt zum Schlafen – natürlich waren diese identisch – und ein Gemeinschaftszelt.

Karpfen im Oktober und es war ekelhaft Kalt

Eine sinnvolle Idee, denn das Wetter spielte im Gegensatz zu sonst nicht so mit, wie wir es gerne gehabt hätten. Wir waren wie immer bestens ausgerüstet. Es gab einen Kocher, einen elektrischen Grill, 5 Flaschen Kirschlikör, 6 Liter Glühwein, 1 Flasche Osborne und einen alten Gouda Käse, der ausschließlich für das Frühstück bestimmt war. Von unseren geschätzten 75 000 Boillies, gab es etwa 15 verschiedene Geschmackssorten. Nun stellte sich natürlich wie jedes Jahr die Frage, welche wohl die richtigen waren?

Wie immer hatte Detta für diese Frage die richtige Antwort. Denn er entschied sich für die Sorte, die er schon seit Jahrzehnten nimmt. Das interessante daran aber ist, dass er mich immer Tage vorher damit beauftragt, möglichst ausgefallene und unterschiedliche Boillies zu besorgen. Ein kleine Schwäche von meinem Freund die ich ihm gerne verzeihe, da ich ihn ja lange genug kenne. Der Aufbau war im Grunde schnell erledigt und ehe wir uns versahen, war die erste Nacht vorbei. Natürlich gab es keine Vorkommnisse, denn warum sollte es anders sein, als beim letzten mal? Die zweite Nacht sah dann schon anders aus, denn sie beeindruckte uns durch eine scheiß unangenehme Kälte, die in die Zelte kroch.

Ich begann dann zu Variieren und legte eine Angel auf Zander aus. Etwas mürrisch näherten wir uns der dritten Nacht und der Frust ließ uns vor dem schlafen gehen ordentlich einen Zischen. Der Kirschlikör der mit widerlichem Glühwein kombiniert wurde, verursachte nicht nur ne dicke Birne, sondern bescherte mir auch fantastische Kopfschmerzen. Gegen 21.30 Uhr ging es dann bei leichten Regen und 4 Grad Celsius ins Bett. Die erste Störung gab es dann um 22.30 Uhr. Piiiiiieeeeeeeeep  Piiiiiieeeeeeep, Mein Pieper sang ein irres Lied und ich tat genau das, was ich in so einem Moment immer tat. Ich rief ganz einfach nach Detta. Deeeeeeeeeeettttttttta und da ich mir bei ihm nie ganz sicher war, ob er mich hörte, rief ich sicherheitshalber gleich noch mal. Erst nach einer brummigen Antwort bewegte ich mich und versuchte mit meiner Kirschlikörvergiftung aus dem Zelt zu kommen.

Keine leichte Aufgabe sag ich Euch, schaffte es dann aber doch und suchte verzweifelt nach dem richtigen singenden Pieper. Blau, es war der blaue dachte ich und schaute auf die Pose, die für den Zander bestimmt war. Ich hatte sie kurz vor eine Schilfinsel platziert und sah ihr nun dabei zu, wie sie hoch und runter ging. Sie lief nicht, sie ging nicht unter und entgegen kam sie mir auch nicht. Detta was ist das? Ich meine was macht die da? Keine Ahnung war der fachmännische Rat und wir entschieden uns erst einmal eine zu Rauchen. Etwa 10 Minuten später stand die Pose wieder still. Kein Zucken kein Rucken kein gar nichts mehr. Nun gut, dann seh ich jetzt mal nach. Ich nahm die Rute in die Hand und versetzte ihr dennoch einen satten Anhieb und siehe da, ein satter Widerstand. Donnerwetter wat denn nu?

Ich fing an zu drohen und orderte den Kescher. Ich hatte keine Ahnung was da unter Wasser lauerte bekam es aber bis ans Ufer gedrillt um es genau dort dann zu verlieren. Scheiße rief ich und war versucht meine Angel in die Ecke zu werfen, da ich merkte, dass mein Freund am Haken einfach ausgestiegen ist. Egal, neuer Köder, neues Glas Kirschlikör und ab ging es erneut ins Bett. Dann schepperte es erneut. Diesmal meldete mein Funkpieper die Farbe Rot. Hacke dicht schielte ich auf den Fernpieper und holte wieder mal tief Luft. Deeeeeeeeeeeeeettttttta, wie ein blinder suchte ich meine Kopflampe und tastete an den Reißverschlüssen von meinem Zelt. Dummerweise verschloss ich auch die zweite Plane an meinem Zelt, anstatt die erst aufzumachen und verlor dadurch kostbare Zeit. Scheiße, ick komm aus meinem Zelt nicht raus. Durch die nervenden Kopfschmerzen und das nicht aufhörende Schrillen des Piepers, wurde ich hektisch und packte mich vor dem Zelt erst einmal gepflegt auf die Fresse.

Ich fluchte und fing zu Toben an, während ich auf meine Karpfenruten schwankte. Staunend stand ich dann davor und konnte vor lauter Verwirrung die Lage gar nicht einschätzen. Die Sehne flog förmlich von der Rolle und der Pieper heulte weiterhin unentwegt als Detta mein verdutztes Schweigen einfach unterbrach. Mach mal die Bremse rein. Watt soll ick machen? Watt denn für ne Bremse? Ohne zu begreifen was er wirklich von mir wollte, drehte ich verwirrt an allen Schrauben, die man irgendwie bewegen konnte. Mein Gott stöhnte Detta und drehte an der Kurbel. Klack machte es und stell sich einer vor, die Bremse schlug an. Aha alles klar. Ich riss die Angel hoch und setzte den Anhieb.

Alter Schwede, da hängt aber wat dran knurrte ich und kurbelte was das Zeug hielt. Der Feind machte was er wollte und Dettas Bedenken über meine Rollen bestätigten sich nun endgültig, denn die Kurbel erinnerte mich an eine von einem Leierkasten. Sie karrte, knackte und eierte dermaßen herum, das ich schon nach sekunden das Pusten begann. Dennoch merkte ich, dass der Fisch weit nach rechts ging, um sich dann mit ganzer Kraft an der 40 Meter entfernten Schillbank festzuhalten. Es folgte ein Stillstand wo nichts mehr ging. Die Rute bog sich äußerst gefährlich und ich konnte machen was ich wollte.

Auf die Idee die vorher zu gedrehte Laufbremse etwas zu Lösen, bin ich natürlich nicht gekommen und schickte Detta Verzweifelnd ins Boot um hinüber zur Schillfbank Fahren zu können. Der jedoch musste das Boot erst einmal ausschöpfen, da Detta ein klassischer Turnschuhangler ist und keine nassen Füße bekommen wollte. Der Kampf machte mich Sekunde für Sekunde klarer im Kopf und ich begann zu Fluchen watt der da wohl solange  macht? Als Detta endlich so weit war und das Boot im Wasser hatte, hatte ich inzwischen den Karpfen aus dem Schilf gezogen.

Karpfen im Oktober Frank Nachtangeln. Angeln und SpassKomm zurück brüllte ich durch die Nacht und bring den Kescher mit. Nun hatte scheinbar auch Detta die Faxen dicke und ruderte fluchend zurück zum Ufer. Der Karpfen kam jetzt deutlich näher und nach wenigen Minuten, konnte Detta ihn sicher in den Kescher Lotzen. Ein recht chaotischer Karpfen Drill der fast eine Stunde dauerte aber dennoch satte 8 Kilo auf die Waage brachte. Ein herrlicher Spiegelkarpfen der Nachts um halb eins, bei 2 Grad Außentemperatur auf einen Krabbenboillie anbiss. Natürlich haben wir diesen Kollegen ordentlich begossen und gingen dann zwei Stunden später wieder herrlich voll ins Bett. Am nächsten Tag hatte dann auch Detta seinen Karpfen, den er aber recht unspektakulär fangen konnte.

Es folgten zwei kleinere Hechte und eine unangenehme Rattenplage, die wir mit Likör und Boillieschleudern bekämpften. Gelernt habe ich bei diesem Angelturn, dass man lieber ein paar mehr Euros für das Angelmaterial ausgeben sollte, bevor man wertvolle Fische beim Drill verliert. Es waren wieder einmal ein Paar unvergessene Angeltage mit meinem Kumpel, die noch in Jahren für Gesprächsstoff sorgen werden.

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