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Schweden – das Land wo die Hechte wohnen!

Ferienhaus in SchwedenIch will euch hier mal eine kleine Episode aus einem unserer Schwedentouren erzählen. Es war Sommer, das erste Mal in Schweden, dachten wir. Wir, das waren Peter, Jörg, Frank, Jürgen und Detlef und wir hatten uns ein Ferienhaus in Südschweden am großen Bolmensee gemietet.

Das Ferienhaus hatte genug Platz und wir konnten für kleines Geld auch noch zwei Motorboote bekommen. Nur aus dem Sommer in Schweden wurde nichts, es war so was von windig und das in Böen aus Nordost das wir nur ganze zwei mal auf den Bolmen raus fahren konnten.

Aber was soll’s, der Angler an sich ist unglaublich Flexibel und so beschlossen wir uns auf das Ansitzangeln zu konzentrieren. Das gute daran war das in der nähe des Ferienhauses ein ca. 20qm großer Steg und gegenüber eine tolle Angelmöglichkeit, genau in die Fahrrinne des kleinen Hafens war. Hier waren wir einigermaßen Windgeschützt.

Köderfische und jede Menge an Gerstensaft, sowie ein paar Fläschlein kleiner Feigling hatten wir. Nach und Nach haben wir uns den Angeltag schön gesoffen. Auf geht’s und schon waren die Ruten mit Köderfischen von gut und gerne 18 cm bestückt. Unser Kumpel Peter allerdings hatte irgendwie nicht die richtige Ausrüstung zum Ansitzangeln mit.

Dennoch setzte er sich gegenüber von uns hin (Luftlinie 5meter) Laufweg ca. 500 Meter, da man um den ganzen Hafen rum musste. Peter hatte so wie wir schon einige Dinger drinnen und Sappelte schon dauernd vor sich hin. Das aber hielt ihn nicht davon ab, ein Brandungsangel System zu nutzen. Ein Köderfisch auf den einen Haken und auf den anderen einen Tauwurm, die wir uns besorgt hatten.

Eine gute Stunde verging und es war schon bereits dunkel, als wir das Geräusch einer Knarre wahrnahmen und die Hechtpose mit Knicklicht über den See schoss. Wir schrien die fünf Meter rüber BISSSSSSSSSS – Peter … BISSSSSSSSSS und was passierte? Na einfach nichts, unser Kumpel war im reich der Träume, einfach nicht mehr Wachzukriegen. Die Knarre kreischte weiterhin und die Pose war 30 Meter weiter gezogen. Jetzt griffen wir zu drastischeren mitteln. Steine ,die als Uferbefestigungen dienten und gut fünf -10 Kilo schwer waren, wurden ins Wasser gefeuert in der Hoffnung dass einer der Wasserfontänen unseren Kumpel aufwecken würde. Dazu immer wieder BISSSSSSSSS – Peter … BISSSSSSSSS … Nichts ! Unser Angelfreund war zwar Nass wie ein Pudel, aber nichts zuckte an Ihm.

Frank mit Zander am MühlenseeJetzt setzte plötzlich Frank unser jüngster zu einem Spurt von fünf Hundert Metern um das Hafenbecken herum an, so was hat die Menschheit noch nicht gesehen. Sensationell dachte ich so bei mir, der Kerl bekommt kaum die Zähne auseinander, aber rennen kann er. Schnell war Franki also bei unserem Kumpel, gerade rechtzeitig genug um nach der Rute greifen zu können. Nicht ohne vorher unserem Peter gegen das Schienbein zu treten und ihn anzuschreien und das genau ins Ohr – Peter Du Sack – BISSSSSSSSSS. Der aber rührte sich nicht. Scheinbar hatte Frank die Rute erwischt, aber das war dem Hecht fürchterlich egal – ein Ruck und die Rute schoss ins Wasser. Gut 200 Meter Schnur waren runter und kein cm mehr auf der Rolle. Seelenruhig wurde die Schwimmfähige Rute an uns vorbei gezogen.

Ich reagierte sofort und holte eine meiner Ruten schnell aus dem Wasser, entfernte den Köder und mit einem Glanzvollen Wurf erwischte ich die Sehne direkt hinter der Spitze der schwimmenden Rute. Wow, war ich gut. Schnell konnte ich die Rute zu uns hinziehen, wo Jörg das Teil aus dem Wasser nahm und es begann ein etwa 40 Minuten langer Kampf. 200 Meter Schnur und ein 110 Meter Hecht wollen erst mal zu bändigen sein. Unruhe kriegen wir ihn oder Nicht, diese Spannung war nur mit einigen kleinen Feiglingen zu ertragen.

Es ging mir auch gleich besser als ich den Hecht dann beim ersten Versuch in den Käscher bekam. Wow, Brüll is das ein Teil, und während wir uns so dahin freuten hören wir gleich neben uns … Watt macht ihr denn hier für ennen Krach Mensch …….. Loooooooool Peter war wach. Frank erzählte ihm was abging, aber der Dicke konnte es nicht glauben, erst als wir ihm seine Angel zeigten begriff er. Meine Fresse, ick hab mir den Fang meines Lebens versoffen, sprach er und schenkte sich ne Molle ein. Die nächsten Tage nahm der Peter nur noch Brause zu sich. Ach, und der Jürgen, na der ist schon vor dem Sandmännchen Schlafen gegangen. Petri !

2 Comments

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  1. Das ist ja ne echt coole Geschichte! Tja das Angeln und das Trinken vertragen sich nicht. Aber Schweden ist ein sehr schönes Land zum Angeln auf Hecht und Zander. Kutte grüsst den Zanderlord und Freunde!

  2. Hallo – Wir waren bis Samstag am Bolmensee in Südschweden. Wir haben das Haus über freetravelnet gebucht. Es war sehr erfolgreich. Wir konnten in den 10 Tagen 30 Hechte von über 90 – 120 cm fangen. Zander war ohne Ende da und wir haben 40 Stück gefangen. Nur die gerechnit die über 80 cm waren. Das Ferienhaus am Bolmensee ist Topp! Helmut

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